BMWi veröffentlicht Studie zum Internet der Dinge

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15.07.2009

BMWi veröffentlicht Studie zum Internet der Dinge

Leitfaden zu technischen, organisatorischen, rechtlichen und sicherheitsrelevanten Aspekten bei der Realisierung neuer RFID-gestützter Prozesse in Wirtschaft und Verwaltung

Neben dem Barcode etabliert sich zunehmend die RFID-Technologie zur Identifikation von Objekten aller Art. Die eindeutige Identifizierung in Verbindung mit der Möglichkeit, zusätzliche mit dem Objekt verknüpfte Informationen an jedem Ort und zu jeder Zeit verfügbar zu machen, hat bereits heute zu effizienten Prozessen, neuen Produkten und innovativen Dienstleistungen geführt. Werden die Objekte zusätzlich mit sensorischen Fähigkeiten und Lokalisierungsoptionen - beispielsweise durch GPS - ausgestattet, sind auch autonome, quasi-intelligente Anwendungen möglich, die auch eine vernetzte Objekt-zu-Objekt-Kommunikation einschließen können (smarte, interagierende Objekte). Alle diese Anwendungen, die auf dem Einsatz heutiger und künftiger Identifikationstechnologien basieren, sind essentiell darauf angewiesen, dass die Kommunikation und die Zugriffe auf Datenbasen zuverlässig, sicher und integer geschehen. Dieser hohe Anspruch an die Informations- und Kommunikationstechnologien muss insbesondere dann kompromisslos erfüllt werden, wenn Daten in offenen, also äußeren Gefährdungen ausgesetzten Netzen übertragen werden. Nur so können die für eine erfolgreiche Einführung unabdingbare Akzeptanz und das notwendige Vertrauen von Kunden, Anwendern und Nutzern in Wirtschaft und Gesellschaft erreicht werden.

 

Die hier vorgelegte Studie im Auftrag des Bundesministeriums für Wirtschaft und Technologie zeigt wesentliche technische Verfahren zur Organisation anspruchsvoller, internetbasierter Kommunikationsprozesse für das Internet der Dinge auf. Sie konzentriert sich beispielhaft auf die als ONS (Object Naming Service) bekannte Thematik (Verwaltung und Zugriff auf das grundlegende Verzeichnis von Objektidentifikatoren und Abfrage dezentral abgelegter Beschreibungsdaten) und erhebt nicht den Anspruch, umfassende Überlegungen zu Fragen der Governance (Verwaltungshoheit, Schutz von Daten und Rechte Betroffener) einer künftigen Infrastruktur des Internets der Dinge anzustellen.